Der ATLAS ist ein Hochgebirge
im Nordwesten Afrikas, das sich etwa 2300 Kilometer weit über
die Staaten Marokko, Algerien und Tunesien erstreckt. (Vgl. Alpen
ca. 1100km). Der höchste Gipfel ist mit 4165 Metern
der Toubkal im Süden Marokkos.
Der Atlas bildet eine markante Scheidelinie zwischen dem feuchten
Klima des äußersten Nordens Westafrikas und der extrem
trockenen Sahara.
Der erste Teil besteht nur aus dem Antiatlas,
der bereits im Jungpaläozoikum - ca. vor 300 Mio. Jahren
- im Tertiär bildete; vor 65 Mio. bildeten sich alle restlichen
Gebirgsketten.
Von Norden dringen kalte und feuchte
Luftmassen zum Atlas, während ihn über die Sahara von
Süden die sehr heißen und trockenen Winde des Scirocco
erreichen. Er bildet somit eine Scheidelinie zweier sehr verschiedener
klimatischer Räume. Die südlichen Hänge des Saharaatlases
- Antiatlas - haben daher ein völlig anderes Klima als die
nördlichen Hänge.
Trotz
der großen Abholzungen in der Antike, sind die Nordhänge
noch größtenteils wieder bewaldet; hier, besonders
im Toubkalgebiet findet sich ein besonderer Ölbaum: Der Argana-Ölbaum.
(Toubkalgebiet ist mittlerweile Naturschutzgebiet).
Von Marrakech in die Sahara, wurde von den Franzosen eine Straße
über den Tichka-Pass (2265m) gebaut.
Der Hohe Atlas erhebt sich vom Westen an der Atlantikküste
in östlicher Richtung bis vor die marokkanisch-algerische
Grenze. Zum Atlantik wie südwestlich zur Sous-Ebene hin fällt
er steil ab und bildet einen eindrucksvollen Kontrast zur Küste
bzw. dem Antiatlas. Zum Norden hin, Richtung Marrakesch, fällt
er weniger abrupt ab. Er ist die west-östlich verlaufende
Wetterscheide Marokkos gegen die Sahara Klimaeinflüsse, die
besonders im Sommer stark abgemildert werden. Der Hohe Atlas bildet
die Grundlage für eine Vielzahl von Flusssystemen und damit
auch für große landwirtschaftliche Regionen südlich
des Gebirges, aber noch mehr Richtung Norden. Der höchste
Gipfel, der Toubkal, erreicht über 4100 m. In den Hochlagen
fällt regelmäßig Schnee, der bis in das Frühjahr
hinein liegen bleibt.