Unter dem Alawidensultan
Mulai Ismail (16721727) wurde Meknès
zur Hauptstadt erhoben und stark ausgebaut. Nach seinem Tod wurde
die Hauptstadt allerdings wieder nach Fès verlegt. Die
Stadt liegt 552 Meter über dem Meeresspiegel in einer fruchtbaren
Ebene zwischen dem Zerhoun-Massiv im Norden und dem Mittleren
Atlas im Süden, 60 km westlich von Fès.
An der Place el Hedim, dem weiten Platz vor dem berühmten
Stadttor Bab Mansour, ist ein überdachter Markt für
Lebensmittel aufgebaut. Ihre Lage in einem der landwirtschaftlich
ertragreichsten Gebiete Marokkos macht die Stadt zu einem wichtigen
Umschlagspunkt für Landwirtschaft, Handel und Handwerk.
Die Umgebung der Provinzstadt ist Zentrum des Obst- und Gemüseanbaus.
In der Stadt werden Teppiche, Wollstoffe und Zement hergestellt
und auch die Nationale Landwirtschaftsschule hat hier ihren Sitz.
Zusammen mit Fès,
Marrakesch und Rabat gehört Meknès zu den Königsstädten
Marokkos.